Erfahren Sie vom leitenden Arzt und erfahrenen Chirurgen im Augenzentrum veni vidi Köln, wie sich ein Grauer Star (Katarakt) bemerkbar macht, wie die Diagnose gestellt wird und wie die Operation mit Linsenaustausch abläuft – verständlich erklärt und anschaulich präsentiert.
Die natürliche Linse im Auge altert.
Sie verliert an Elastizität.
Wir merken das zum Beispiel dann, wenn wir lesen wollen, und den Text immer weiter weghalten müssen.
Dann werden die Arme zu kurz.
Und durch die Eintrübung der Linse merken wir, dass wir nicht mehr so gut sehen können.
Es ist nicht mehr so scharf, die Kontraste sind nicht mehr so gut.
Man hat vielleicht nachts beim Autofahren Probleme – also in Extremsituationen.
Ich habe Sehbeschwerden, ich habe Sehprobleme.
Dann sollte man zum Augenarzt gehen und nicht einfach sagen: „Ich brauche eine neue Brille.“
Den richtigen Zeitpunkt für eine Operation stellt der Patient gemeinsam mit dem Arzt fest.
Das ist keine Diagnose, die nur der Arzt stellt, sondern es kommt auf das Beschwerdebild des Patienten an.
Leider kommt es oft vor, dass die Patienten zu spät zum Augenarzt gehen.
Sie denken dann immer: „Ach, es geht noch.“
Dabei ist es ein allmählicher Sehverlust.
Wir können dann trotzdem noch operieren.
Die Operation wird auch gelingen – aber sie ist dann oft ein bisschen komplizierter.
Also: Eine rechtzeitige Vorstellung der Patienten wäre wünschenswert.
Die Diagnose des Grauen Stars ist im Grunde genommen für uns Augenärzte eine Blickdiagnose.
Der Patient kommt zu uns, und wir können an der Spaltlampe den vorderen Augenabschnitt untersuchen.
Dann sehen wir das.
Wir sehen quasi den Grauen Star tatsächlich mit unserem Lupensystem.
Und es ist relativ schnell ersichtlich, ob der Patient Grauen Star hat oder nicht.
So eine Graue-Star-Operation ist sehr standardisiert.
Das ist ein filigraner Eingriff.
Wir machen das mit Laser.
Damit verflüssigen wir die Linse.
Dann kommt eine Kunstlinse ins Auge – an die Position, an der vorher die eingetrübte Linse war.
Wir haben die Patienten gerne tiefenentspannt.
Wir operieren in örtlicher Tropfanästhesie.
Das heißt: Der Patient bekommt keine Spritze.
Der Eingriff dauert 10, 15 Minuten – vielleicht 20 Minuten, wenn es komplizierter ist.
Er spürt ein wenig Manipulation im Bereich des Auges, aber keine Schmerzen.
Er kriegt von der Operation auch nicht viel mit.
Dann bekommt er einen Verband.
Am nächsten Tag wird der Verband abgenommen, und die Patienten können wieder gut sehen.
Wenn wir den Grauen Star operieren, wird natürlich eine Kunstlinse eingesetzt.
Die besteht heutzutage ausschließlich aus Acryl.
Es gibt verschiedene Linsensysteme, die man einsetzen kann – die letztlich alle das Ziel haben, das Sehen so komfortabel wie möglich für den Patienten zu machen.
Es gibt Linsen, die erlauben, dass der Patient ohne Brille in der Ferne gut sieht,
oder Linsen, mit denen er ohne Brille in der Nähe sehen kann.
Und es gibt auch Linsen, die beides können – das sind die sogenannten multifokalen Linsen.
Aber das muss man individuell mit dem Patienten besprechen.
Wir haben da eine große Auswahl.
Die Operation ist das eine – das ist so der markanteste Einschnitt für den Patienten.
Aber ganz wichtig ist die Nachsorge.
Am ersten Tag nehmen wir den Verband ab.
Dann instruieren wir die Patienten noch einmal, was sie dürfen und was nicht.
Zum Beispiel: Schwimmen, Sport, Sauna – das sollten sie nicht machen.
Aber sie können zum Beispiel Fernsehen, lesen, ins Kino gehen – das dürfen sie sofort ab dem ersten Tag.
Sie kommen vielleicht noch zwei- oder dreimal zur Kontrolle innerhalb der nächsten vier Wochen.
Aber ansonsten werden sie sofort wieder „auf die Menschheit losgelassen“.
Die Motivation für meine Behandlung des Grauen Stars ist, dass ich die Patienten wieder zurück in ihr Leben führen kann.
Dass sie wieder Dinge machen können, die vorher nicht mehr gut gingen.
Sie können wieder lesen, sie können ins Kino, ins Theater gehen.
Sie erkennen wieder, was um sie herum passiert.
Sie können wieder Autofahren.
Und das ist so unmittelbar, wissen Sie?
Die Patienten kommen vorher zu mir, wir besprechen alles – sie haben oft Angst, sind nervös.
Dann machen wir die Operation – minimalinvasiv –
und am nächsten Tag kommen sie wieder zu mir, und in der Regel sehen sie sehr gut.
Und das, ja, das ist eigentlich mein Antrieb:
Über alle Altersklassen hinweg – die Leute glücklich machen zu können.
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