LASIK, Augenlasern 05:52 min

LASIK oder Linsenimplantation – Welche Methode ist die richtige für mich?

Erfahren Sie, für wen sich welche Methode eignet, wie die Eingriffe ablaufen und welche Vorteile beide Techniken bieten.

Video-URL: https://www.youtube.com/watch?v=KtMyp9Q4ozM
Transkription

Wir haben verschiedene Möglichkeiten, wie wir die Brille loswerden können. 
Das Einfachste ist: Wir ziehen Kontaktlinsen an. 
Aber nicht jeder Patient kann Kontaktlinsen tolerieren oder tragen. 
Manchmal geht das einfach mit dem Auge nicht. Und dann haben wir operative Möglichkeiten. 
Für die jüngeren Menschen ist es eine Laserbehandlung – die sogenannte Lasik. 
Für ältere Menschen wäre es dann die Implantation einer Linse.

Die Fehlsichtigkeit des menschlichen Auges ist eigentlich das Natürliche. 
Das Auge besteht aus einer Optik – das ist die Hornhaut und die Linse – und dem aufnehmenden Element, der Netzhaut. 
Das muss genau abgestimmt sein. 
Die Evolution hat es wirklich geschafft, über diese vielen Jahrmillionen, dass der Brennpunkt der Optik genau auf der Netzhautmitte abgebildet wird. 
Aber es gibt immer wieder kleine Abweichungen: Wenn das Auge zu lang oder zu kurz ist, haben wir die Fehlsichtigkeit – und die können wir korrigieren.

Die Funktionsweise der Lasik – oder sagen wir besser: der Laserbehandlung der Hornhaut – besteht darin, dass der Laser die Oberfläche der Hornhaut verdampft. 
Mit sehr hoher Energie werden Laserstrahlen auf die Hornhaut geschickt. 
Dadurch kommt es zu einer kleinen Verdampfung. 
Diese Verdampfung, punktuell in einem guten Zusammenhang gesetzt, führt dazu, dass sich der Brennpunkt im Auge verschiebt. 
Dann sind Sie nicht mehr kurzsichtig, sondern normalsichtig.

Lasik ist grundsätzlich für all diejenigen Patienten geeignet, die keine Brille mehr tragen möchten. 
Für jüngere Patienten beginnt das mit 18 oder 20 Jahren. 
Im höheren Alter – ab etwa 50 Jahren – sollte man Lasik nicht mehr machen.

Die Behandlung geht rasend schnell. Das sind wenige Sekunden, die der Laser braucht, um Ihre Hornhaut zu korrigieren. 
Der Aufenthalt bei uns im OP dauert vielleicht eine halbe Stunde. 
Der Eingriff selbst dauert 5 bis 10 Minuten. 
Wir machen beide Augen am gleichen Tag. 
In der Regel können Sie am Abend schon wieder ganz gut gucken. 
Sie müssen dann zwei Wochen auf Sport verzichten, damit keine Infektion ins Auge kommt. 
Aber nach drei bis vier Tagen können Sie meist wieder Auto fahren und am PC arbeiten. 
Sie sind also schnell wieder einsatzfähig.

Sie brauchen sich keine Sorgen zu machen, dass Sie während der Laserbehandlung mal zur Seite gucken. 
Das kann der Laser sofort feststellen – er reagiert darauf. 
Sie könnten theoretisch eine kleine Pause machen, Kaffee trinken und wiederkommen. 
Der Laser weiß genau, wo er den letzten Spot gesetzt hat, und macht dort weiter. 
Natürlich machen wir das nicht im Alltag, aber selbst wenn Sie hin- und hergucken oder unruhig sind – kein Problem.

Die Vorteile der Lasik-Behandlung sind, dass die Patienten sehr schnell rehabilitiert sind. 
Sie können nach zwei, drei Tagen wieder perfekt sehen. 
Es ist ein sehr sicheres Verfahren. 
Wir haben kaum Komplikationen, kaum Nebenwirkungen – und es hält sehr lange an. 
Mögliche Nebenwirkungen? Wenn man überhaupt etwas nennen will: Schmerzen in den ersten drei bis vier Tagen postoperativ.

Bei der Linsenimplantation tauschen wir die natürliche Linse des Patienten mit einer künstlichen Linsenoptik aus. 
Dadurch können wir die Brechkraft des Auges verändern – und so dem Patienten die Brille wegnehmen, damit er wieder gut ohne Brille sehen kann.

Die Linsenimplantation verwenden wir üblicherweise bei älteren Patienten – also 50-Jährige und älter – oder bei Patienten mit sehr hoher Fehlsichtigkeit (über zehn Dioptrien). 
Dann sollte man nicht mehr Lasik anwenden, sondern über eine Linsenimplantation korrigieren.

Bei der Linsenimplantation ist der operative Aufwand nicht viel höher als bei der Lasik. 
Der Eingriff geht auch sehr schnell. 
Aber wir machen ein Auge nach dem anderen – mit einer zeitlichen Verschiebung von etwa fünf bis sechs Tagen. 
Auch hier können Sie damit rechnen, dass Sie nach drei Tagen wieder Auto fahren können. 
Zwei Wochen kein Sport – und Sie sind schnell wieder rehabilitiert.

Die Frage nach Schmerzen während der Operation ist eine sehr gute Frage, die uns als Augenärzte oft gestellt wird. 
Da kann ich Ihnen nur sagen: Von der Operation merken Sie nicht viel. 
Es reicht, wenn wir die Hornhaut betäuben – dann kriegen Sie wirklich nicht viel mit. 
Sie sind also bei der Operation sozusagen live dabei, aber die Hornhautoberfläche ist mit Augentropfen schön betäubt, sodass Sie schmerzmäßig überhaupt nichts mitbekommen.

Postoperativ kann es manchmal sein, dass Sie ein Sandkorngefühl haben. 
Der eine merkt es mehr, der andere weniger. 
Aber wirkliche Schmerzen werden sehr selten berichtet. 
Das Risikoprofil – intraoperativ und postoperativ – für Lasik oder die Implantation einer Linse ist vergleichbar. 
Da gibt’s keine großen Unterschiede.

Wir haben also zwei Methoden: einmal die Lasik und einmal die Linsenimplantation. 
Entscheidend ist letztlich das Gespräch mit dem Augenarzt. 
Die höhergradigen Fehlsichtigkeiten werden mit der Linse korrigiert. 
Aber das sollte nicht der Patient allein entscheiden, sondern gemeinsam mit dem Augenarzt.

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