Allgemein Gesunde Augen

Sonnenbrand im Auge: Symptome erkennen und richtig behandeln

Ein unbeschwerter Tag am Strand oder am See kann für die Augen schmerzhafte Folgen haben. Was viele nicht wissen: Nicht nur die Haut, sondern auch die Augen können einen Sonnenbrand erleiden. In der Augenheilkunde sprechen wir von einer Photokeratitis oder Keratitis solaris. Umgangssprachlich ist das Phänomen auch als „Verblitzen“ der Augen bekannt. Dabei handelt es sich um eine akute Schädigung der Hornhautoberfläche durch intensive ultraviolette Strahlung (UV-Strahlung). Da die Beschwerden häufig erst mehrere Stunden nach der UV-Belastung auftreten, wird die Gefahr durch die Sonne oft zu spät bemerkt.

Erste Hilfe: Auge verblitzt – was tun?


Wenn die typischen Symptome einsetzen, ist schnelles Handeln wichtig, um die Heilung der Hornhaut zu unterstützen und die Beschwerden zu lindern.

Sofortmaßnahmen im Überblick:
 

  • Raus aus der Sonne: Suchen Sie sofort dunkle oder schattige Räume auf.
  • Augen schonen: Halten Sie die Augen geschlossen. Vermeiden Sie Fernsehen, Lesen oder die Nutzung des Smartphones.
  • Kühlen: Kalte, aber nicht eiskalte Kompressen oder feuchte Pads können Schmerzen lindern und Schwellungen reduzieren.
  • Kontaktlinsen entfernen: Tragen Sie Kontaktlinsen, sollten diese sofort herausgenommen werden. Bis zur vollständigen Abheilung empfiehlt sich das Tragen einer Brille.
  • Nicht reiben: Auch bei starkem Fremdkörpergefühl sollten die Augen nicht gerieben werden, da dies die gereizte Hornhaut zusätzlich belastet.


Wann sollte ein Augenarzt aufgesucht werden?


In den meisten Fällen regeneriert sich die Hornhaut innerhalb von 24 bis 48 Stunden von selbst. Die oberflächlichen Hornhautzellen erneuern sich sehr schnell, sodass die Beschwerden meist rasch nachlassen. Bei starken oder anhaltenden Schmerzen, einer Sehverschlechterung oder ausgeprägter Lichtempfindlichkeit sollte jedoch eine augenärztliche Untersuchung erfolgen. So kann beurteilt werden, ob weitere Behandlungsmaßnahmen erforderlich sind und ob zusätzliche Schäden oder Komplikationen vorliegen. Wir können den Zustand der Hornhaut exakt beurteilen, entzündungshemmende oder schmerzlindernde Augensalben oder Tropfen verschreiben und Infektionen vorbeugen.

Prävention: Der richtige UV-Schutz für Augen


Der beste Schutz vor einer Photokeratitis ist konsequenter UV-Schutz. Eine hochwertige Sonnenbrille schützt die Augen zuverlässig vor schädlicher UV-Strahlung. Achten Sie beim Kauf auf die Kennzeichnung „UV400“ oder das CE-Zeichen. Diese geben an, dass UV-Strahlen bis zu einer Wellenlänge von 400 Nanometern gefiltert werden.

Besonders am Wasser, im Schnee oder in den Bergen ist die UV-Belastung erhöht. In solchen Situationen können Sonnenbrillen mit größeren Gläsern oder seitlichem Schutz sinnvoll sein, um auch Streustrahlung abzuhalten.

Langfristig kann intensive UV-Strahlung verschiedene Strukturen des Auges schädigen und das Risiko für bestimmte Augenerkrankungen erhöhen. Regelmäßige augenärztliche Kontrollen helfen dabei, Veränderungen frühzeitig zu erkennen und die Augengesundheit langfristig zu erhalten.

Häufige Fragen zum Sonnenbrand im Auge

Wie lange dauert ein Sonnenbrand im Auge?


Die akuten Beschwerden einer Photokeratitis klingen in den meisten Fällen innerhalb von 24 bis 48 Stunden ab. Die oberste Schicht der Hornhaut regeneriert sich schnell, sodass die Symptome meist vollständig verschwinden.

Kann ein Sonnenbrand im Auge dauerhafte Schäden verursachen?


Ein einmaliger, leichter Sonnenbrand der Hornhaut heilt in der Regel folgenlos aus. Wiederholte und intensive UV-Belastungen ohne ausreichenden Augenschutz können jedoch das Risiko für langfristige Augenschäden erhöhen.

Welche Augentropfen helfen bei verblitzten Augen?


Zur Linderung können befeuchtende Augentropfen ohne Konservierungsstoffe, beispielsweise mit Hyaluronsäure, eingesetzt werden. Bei stärkeren Beschwerden sollte die Behandlung mit einem Augenarzt abgestimmt werden, der spezielle schmerzlindernde oder antibiotische Augensalben oder Tropfen verordnet.