Makuladegeneration AMD

Makuladegeneration früh erkennen

 

Und die Netzhauterkrankung ist tückisch: In einem schleichenden Prozess kann die Veränderung der Makula innerhalb weniger Monate zu einer deutlichen Sehschwäche bis hin zur Erblindung führen. Die Makula ist ein kleiner Teil in der Netzhautmitte auf dem sich die Sinneszellen befinden, welche die wahrgenommenen Bilder scharf stellen und die Farben differenzieren. AMD kommt in zwei Formen vor: die „trockene“ und die „feuchte“ Makuladegeneration. Bei der sich langsam entwickelnden „trockenen“ Form verursachen stoffwechselbedingte Ablager-ungen in der Makula Sehstörungen. Bei etwa zehn bis 15 Prozent der Patienten entwickelt sich die feuchte Form der AMD. Dabei bilden sich Blutgefäße in der Stelle des schärfsten Sehens, welche sonst keine Blutgefäße enthält. Aus diesen Gefäßen tritt Flüssigkeit aus, welche die Sinneszellen der Makula ebenfalls schädigt und zu Sehstörungen führt. Die Ursache der Erkrankung ist bisher noch weitgehend unbekannt.

Neben dem Alter zeigen Erfahrungswerte, dass genetische Faktoren eine Rolle spielen können - bei 60 Prozent der Patienten tritt die Krankheit auch bei Verwandten auf. Zudem können Faktoren, die auch für viele andere Erkrankungen ursächlich sind, die AMD fördern. So haben Raucher ein dreifach höheres Risiko an AMD zu erkranken, aber auch ein hoher Blutdruck, Kreislauferkrankungen, Vitamin- oder Mineralien-Mangel und der Einfluss von intensivem UV-Licht sind Risikofaktoren. Erste Anzeichen der Erkrankung zeigen sich bei den meisten Patienten, wenn Probleme beim Lesen auftreten - gerade Linien oder Buchstaben wirken verzerrt oder krumm. Betroffene in einem fortgeschrittenerem Stadium können keine Gegenstände mehr wahrnehmen oder fixieren, welche sich in der Mitte ihres Blickfeldes befinden.

Eine einfache Möglichkeit der Früherkennung, die im Selbst-Test durchgeführt werden kann, ist der Amsler-Gitter-Test. Dazu hält man sich jeweils ein Auge zu und fixiert einen Punkt auf einem engmaschigen Raster - wirken die Linien verzerrt oder ist der fixierte Punkt nicht mehr sichtbar, sollte der Betroffene möglichst bald einen Augenarzt aufsuchen. Die therapeutischen Möglichkeiten waren bis vor kurzer Zeit sehr begrenzt - die trockene Form der AMD kann bis jetzt nur bedingt behandelt werden. Eine Früherkennung ist trotzdem sehr wichtig, eine Behandlung der feuchten Form kann, wenn sie rechtzeitig angewendet wird, das Sehvermögen stabilisieren oder verbessern.