Wissenschaft Augenheilkunde

Keratitis – wenn die Hornhaut entzündet ist

 



Symptome
Eine Keratitis wird begleitet von starken Schmerzen im Auge, einer einseitigen Augenrötung mit Fremdkörpergefühl, einer Scheu vor Licht (Photophobie) und einer Sehverschlechterung (Visusverschlechterung). Eine Keratitis geht im Gegensatz zu einer Bindehautentzündung nicht mit merklich erhöhtem Tränenfluß oder Absonderung von Sekret einher.

Ursachen
Eine Keratitis kann durch das Eindringen von Säuren und Laugen, durch UV-Strahlung beim Sonnenbaden oder durch Fremdkörper in der Konjunktivfalte ausgelöst werden. Aber auch Infektionserkrankungen, wie beispielsweise die Herpesinfektion, können für eine Keratitis verantwortlich sein. Bakterien, Pilze und Amöben können ebenso Auslöser für die Erkrankung im Auge sein. Früher war eine der häufigsten Ursachen das „Verblitzen“ beim Schweißen von Metallen ohne gesonderte Schutzmaßnahme für die Augen. Auch Schneeblindheit ist eine Form der Keratitis.

Behandlung
Bei einer Keratitis sollte umgehend ein Augenarzt aufgesucht werden. Die Therapiemaßnahmen richten sich nach dem Auslöser der Keratitis. Meist verordnet der Augenarzt Augentropfen, die schmerzstillend sind und eine abschwellende Wirkung auf die Schleimhäute haben. Auch können kalte Umschläge, die auf das geschlossene Auge gelegt werden, entspannend und schmerzlindernd wirken.

Risiken
Nach einer Hornhautentzündung kann es in seltenen Fällen zu einer Vernarbung der Hornhaut kommen. Diese Vernarbung zieht eine deutliche Sehverschlechterung nach sich. Oft können die Vernarbungen mit einer Lasertherapie behandelt werden. Manchmal hilft auch das Tragen von Kontaktlinsen, um die Fehlsichtigkeit auszugleichen.
In ganz seltenen Fällen muss aber auch eine Hornhauttransplantation vorgenommen werden, um die Sehkraft zu erhalten. Durch moderne Operationsverfahren ist eine solche Transplantation mit relativ guten Heilungschancen verbunden.