LASIK, Augenlasern

LASIK im Alter – geht das?

Die Entscheidung für oder gegen eine LASIK-OP hängt jedoch wesentlich von den körperlichen Voraussetzungen der reiferen Patienten ab: Wenn ein Patient keine geeignete Hornhaut (mehr) besitzt oder die Fehlsichtigkeit zu hoch ist, kann er nicht operiert werden.

Zahlreiche weitere Faktoren werden im Vorfeld einer LASIK berücksichtigt. Das Alter ist jedoch eines der wichtigsten Kriterien, da es ausschlaggebend dafür ist, welche Art der Laser-OP zur Anwendung kommt.

 

Generell gilt, dass der Patient bei bester Gesundheit sein muss und während der Heilungsphase keine starken Medikamente zu sich nehmen darf. Außerdem sollte die Sehkraft seit mindestens zwei Jahren stabil sein, um teure und zeitintensive Folgeoperationen zu vermeiden.

 

Der Heilungsprozess kann im fortgeschrittenen Alter länger dauern als bei jüngeren Patienten. Das verzögert unter Umständen auch das Erlangen der vollen Sehkraft nach der OP um einige Zeit. Hierdurch kann allerdings auch eine geringere Narbenbildung auftreten, was sich auf die langfristige Augengesundheit positiv auswirkt.

 

Wenn sich in einem Lebensalter über 60 Jahren eine Hornhautverkrümmung zeigt, lässt sich diese im Rahmen einer LASIK-OP gut korrigieren. Die Korrektur einer Fehlsichtigkeit bei gleichzeitigem Auftreten des Grauen Stars indiziert die Implantation von Intraokularlinsen, was therapeutisch beide Probleme beheben kann.

 

Es gehört zum natürlichen Alterungsprozess, dass sich zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr eine Altersweitsicht bei so gut wie allen Menschen entwickelt. Die sogenannte Presbyopie kann mittels einer LASIK-OP sehr gut ausgeglichen werden.

 

Eine therapeutische Möglichkeit bei bestehender Kurzsichtigkeit und einsetzender Altersweitsicht ist die Herstellung einer sogenannten Monovision. Hierbei wird ein Auge auf den Leseabstand eingestellt, das andere bleibt scharf für die Ferne. Der Nachteil an dieser Methode ist: Bei der Monovision ist nur ein reduziertes räumliches Sehen möglich. Sie können Abstände beispielsweise beim Eingießen des Kaffees oder beim Treppensteigen nicht mehr so präzise wahrnehmen, und auch beim Autofahren kann es Probleme geben. Die Lebenssituation des Patienten muss hier sehr genau berücksichtigt werden.

 

Bei der LASIK-Methode hebt der Arzt zuerst eine hauchdünne Lamelle von der Hornhautoberfläche ab und schiebt sie für die Operation zur Seite. Danach wird das Relief der verbliebenen Hornhaut mit einem hochpräzisen Kaltlichtlaser, dem sogenannten Excimer-Laser, neu gestaltet, so dass die veränderte Lichtbrechung im Auge in aller Regel eine optimale Sehschärfe herstellt. Die Lamelle wird anschließend zurückgelegt. Sie wirkt wie ein körpereigenes Pflaster, was eine Abheilung innerhalb weniger Tage ermöglicht.