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Sehenswert: Auf Siegfrieds Pfaden – Der Drachenfels

Seine Höhe von 321 Metern ist bei weitem nicht so beeindruckend wie die Geschichten und Legenden, die sich um ihn ranken. Schließlich ist der Drachenfels ein wesentlicher Bestandteil der Rheinromantik und der Nibelungensage.


Seinen Namen soll der Drachenfels jedoch ursprünglich nicht durch den auf ihm hausenden und vom Nibelungenprinz Siegfried getöteten Drachen bekommen haben, sondern bereits deutlich früher durch den schon zur Römerzeit betriebenen Abbau von Trachyt, einem vulkanischen Quarzstein, der wegen seiner hohen Dichte und Stabilität zum Bau massiver Bauwerke verwendet wurde.


Der Name Drachenfels taucht urkundlich bereits 1149 in Zusammenhang mit dem 1138 erbauten Bergfried auf, der heute die typische Ruinen-Silhouette des Berges ausmacht. Die uns geläufige Niederschrift des Nibelungenliedes hingegen lässt sich auf etwa die Mitte des 13. Jahrhunderts datieren und hat keinen klar formulierten Bezug zum Drachenfels.


Doch genug der Spielverderberei. Natürlich kämpfte Siegfried auf dem Drachenfels gegen das imposante Fabelwesen, das man beim Aufstieg zu Fuß oder ganz bequem in der historischen Seilbahn hinter jeder Ecke lauernd vermutet. Schließlich ist die Aussicht auf Unverwundbarkeit, wie Siegfried sie nach einem Bad im Drachenblut erreichte, einer von vielen guten Gründen, den Drachenfels zu besuchen.

In der Nibelungenhalle, die etwa auf halber Strecke des Aufstiegs liegt, werden Teile des Nibelungenlieds aus der Interpretation Richard Wagners in Bildern von Hermann Hendrich nacherzählt. Ein angegliederter Reptilienzoo holt (kleine) Drachen und Artverwandte auf den Drachenfels zurück. Etwas oberhalb liegt das Schloss Drachenburg, das ein Museum über Naturschutz beherbergt.

Auf dem Gipfel angekommen, erleichtern neu angelegte Wege die Erkundung der Ruine der Burg Drachenfels und erlauben einen atemberaubenden Blick über das Rheintal. Das neu erbaute Plateaurestaurant bietet die Möglichkeit zum Verweilen und kann für größere Veranstaltungen gebucht werden.


Eine alternative Aufstiegsroute ist der Eselsweg, der von der Talstation der Seilbahn in Königswinter ausgehend den Auf”stieg“ für Kinder mittels Eseltaxi erlaubt – zumindest sofern der Esel das genauso sieht.

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