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LASIK – Das sollte im Vorfeld stattfinden

Vor der oder parallel zur persönlichen Beratung stellen wir Ihnen hier einige allgemeine Informationen zusammen.

 

Wenn Sie sich für eine LASIK interessieren, werden wir bestimmte Grundvoraussetzungen abfragen. Hierbei spielen die Entwicklung der Fehlsichtigkeit, mögliche Vorerkrankungen und/oder Augenerkrankungen, Ihr Alter und Ihr allgemeiner Gesundheitszustand eine Rolle.

 

Bei einer Voruntersuchung wird die Ausprägung der Fehlsichtigkeit genau ermittelt. Auch wird die Dicke der Augenhornhaut gemessen, denn diese darf nach einem möglichen Abtrag von Gewebe bei einer LASIK natürlich nicht zu dünn werden. Hierfür stehen uns hochmoderne medizintechnische Geräte zur Verfügung, die genaueste Messwerte liefern.

Vor der Voruntersuchung sollten Sie übrigens für mindestens zwei Wochen keine Kontaktlinsen tragen, damit alle erhaltenen Werte die natürliche und unbeeinflusste Beschaffenheit Ihrer Augen widerspiegeln.

Der Augendruck und der Augenhintergrund werden ebenfalls ausgemessen, genauso wie die Funktion des beidäugigen Sehens.

Die sogenannte Wellenfrontanalyse erstellt eine Art individuelle Landkarte der Augenoberfläche und versorgt den zur Operation verwendeten Excimerlaser anschließend mit diesen Daten. So wird nicht einfach eine Dioptrienstärke gelasert, sondern es wird die spezielle Beschaffenheit eines jeden Auges berücksichtigt.

 

Sowohl bei der Voruntersuchung als auch beim OP-Termin sollten Sie auf Make-up und Cremes im Augenbereich verzichten.

 

Grundsätzlich werden Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren nicht operiert. Bis etwa zum 20. Lebensjahr wächst das Auge und die Sehkraft verändert sich, auch im Rahmen der hormonellen Umstellung und Reifung. Deshalb ist eine LASIK-Operation bei Menschen unter 20 Jahren so gut wie nie indiziert.

 

Auch schwangere Frauen und stillende Mütter sollten einen LASIK-Eingriff auf einen späteren Zeitpunkt verlegen. Zum einen bedeutet auch ein relativ kleiner Eingriff wie die LASIK eine psychische Belastung und Aufregung. Zum anderen kann die hormonelle Veränderung während Schwangerschaft und Stillzeit Auswirkungen auf die Refraktion, also die Dioptrienstärke haben.

 

Wenn bereits andere Augenerkrankungen als die bloße Fehlsichtigkeit vorliegen, muss im Einzelfall sehr genau geprüft werden, ob eine LASIK-OP vorgenommen werden kann.

Schielen beispielsweise kann durch die LASIK nicht vollständig neutralisiert werden. Lediglich kann die Sehschwäche vielleicht etwas verbessert werden. Grundsätzlich kann nur das erreicht werden, was der Sehnerv noch in der Lage ist, an das Sehzentrum im Gehirn weiterzuleiten.

 

Es gibt auch allgemeine Erkrankungen wie zum Beispiel Diabetes und Rheuma, die gegen eine LASIK sprechen. Diese Krankheiten haben häufig Auswirkungen auf die Qualität der Sehkraft, indem sie die Hornhaut, die Makula oder die Linse schädigen.

 

Eine Alterssichtigkeit oder Presbyopie hingegen kann durch die LASIK recht gut korrigiert werden. Eine absolute Erfolgsgarantie ist allerdings nie gegeben. Die Refraktion kann sich über die Jahre weiter verändern und die Sehkraft erneut schwächen.

 

Die Erfolgsaussichten sind groß, aber nicht hundertprozentig. Wir beraten Sie gerne.

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