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Bindehautentzündung – Eine der häufigsten Augenerkrankungen

Die Ursachen für die Entstehung einer Bindehautentzündung sind vielfältig. Ihnen gemeinsam ist die Reizung der Augenschleimhaut, die die Bewegungen der Augenlider stört. Die Gefäße werden durch die Störung vermehrt durchblutet, die normalerweise fast durchsichtige Bindehaut rötet sich, oft schwillt sie auch an und sondert ein schleimiges Sekret ab. Gleichzeitig brennen, tränen oder jucken die Augen. Am Morgen sind die Augen meist krustig und verklebt, es kann zu eitrigem Ausfluss aus dem betroffenen Auge kommen. Die Infektion an nur einem Auge ist möglich, häufig wird jedoch das andere Auge im Verlauf der Erkrankung durch Verteilung der Tränenflüssigkeit auch noch angesteckt.


Die Bindehaut, medizinisch Tunica conjunctiva, bedeckt die vordere, nach außen gerichtete Seite des Augapfels und die Innenseite der Augenlider. Sie ist durchsichtig und besteht aus Schleimhaut. Durch die von ihr produzierte Flüssigkeit kann sich das Auge im Normalfall reibungsarm bewegen.


Wind, Staub, Pollen, Sonne, Salz- oder Chlorwasser und jede weitere erdenkliche Art der Fremdeinwirkung, ja sogar eine Brille mit falscher Sehstärke, können die Bindehaut zu einer Abwehrreaktion herausfordern. Ursachen können also neben den hochinfektiösen bakteriellen und viralen Erregern auch rein mechanische, also zum Beispiel Reibung, Fremdkörper oder Allergien sein.

Von der weit verbreiteten bakteriellen Bindehautentzündung sind besonders häufig Kinder im Kleinkindalter betroffen, da sie aufgrund von viel Körperkontakt, engem Spielen und mangelnder Handhygiene die Erreger leicht übertragen können. „Nach zwei bis drei Tagen und unter fortgesetzter medikamentöser Behandlung mit antibiotischen Tropfen oder Salben sollte die Bindehautentzündung dann nicht mehr ansteckend sein. Betroffene Kinder können dann wieder am Schul- oder Kindergartenbetrieb teilnehmen“, erklärt Frau Doktor Angela Zipf-Pohl.


Um die Symptome zu lindern und die Heilung zu fördern können zusätzlich heilungsfördernde Augentropfen oder –salben gegeben werden. Unterstützend kann das Auge mit abgekochtem Wasser, schwarzem Tee oder Kochsalzlösung mit einem fusselfreien Tuch mehrmals täglich sanft von außen zur Nase hin gereinigt werden. Auch die Gabe von Euphrasia, auch Augentrost genannt, in Form von Tropfen, Tabletten oder Globuli kann den Heilungsprozess beschleunigen. Bei einem Fremdkörpergefühl hilft das regelmäßige Tropfen mit künstlicher Tränenflüssigkeit. Sollte sich das Erscheinungsbild des Auges nach drei Tagen nicht gebessert haben, empfiehlt es sich, erneut den Augenarzt aufzusuchen, um nach möglichen weiteren Ursachen zu forschen.


Strenge Hygiene ist bei der Behandlung einer bakteriellen Konjunktivitis besonders wichtig, um die Erreger nicht vom einen ins andere Auge zu transportieren oder über die Finger oder gemeinsam benutzte Handtücher zu verteilen.


In den allermeisten Fällen nimmt eine Bindehautentzündung einen milden Verlauf. In der Regel heilt sie ohne Folgen für das Auge und das Sehen ab. Akute Formen heilen in der Regel nach einer einstweiligen Verschlechterung binnen 10 bis 14 tagen komplett ab.

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