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Bildschirm, LED und Co. – Das macht die moderne Technik mit unseren Augen

LED-Lampen sind sparsam und langlebig. Sie werden inzwischen in sehr vielen Bereichen eingesetzt und sind eine wichtige Quelle künstlicher optischer Strahlung: bei der Raumbeleuchtung von Haushalten, Büros, öffentlichen Gebäuden oder bei Automobilen. Aber sie bergen ein gewisses Risiko für die Augen, wie neuere Studien herausgefunden haben.


In den LED-Lampen wird blaues und gelbes Licht gemischt, damit wir weißes Licht sehen. Das blaue Licht ist allerdings ein sehr energiereiches Licht. Man weiß inzwischen, dass der „Konsum“ von blauem Licht vor dem Schlafengehen die Nachtruhe beeinträchtigt. Französische Wissenschaftler haben außerdem in Tierversuchen festgestellt, dass zu viel blaues Licht die altersbedingte Makuladegeneration begünstigen kann. In Deutschland gibt es jährlich rund 300.000 Neuerkrankungen. Bis zum Jahr 2030 wird sich die Zahl der Makula-Erkrankten schätzungsweise verdreifachen, so der Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V. (BVA). Die steigende Lebenserwartung ist eine Ursache dafür, in den zunehmenden Belastungen für die Augen in Form von Bildschirmarbeit, LED-Licht, langen Fernsehzeiten und zu viel UV-Licht sehen Mediziner eine weitere Ursache.


Die blauen Lichtwellen werden von der Hornhaut nicht aufgehalten, sie können bis zu den empfindlichen Teilen der Netzhaut vordringen und dort die farbempfindlichen Sinneszellen schädigen. Wissenschaftler warnen daher vor zu viel blauem, kurzwelligem Licht, wie es Handy, Computer, Fernseher und eben auch LED-Lampen abstrahlen. Zeitweise Abstinenz lautet daher eine Empfehlung. Ein angemessener Umgang mit den Leuchtdioden wird ebenfalls angeraten. So lassen sich beispielsweise bei Handydisplays und Computerbildschirmen die Blautöne herunterregulieren. Auch kann man bei LED-Lampen darauf achten, solche mit warm-weißer Farbtemperatur von um die 3000 Kelvin (steht auf der Packung) zu nehmen. Und nicht zuletzt sollte man – gerade auf dem Schreibtisch – einen Abstand von mindestens 20 Zentimetern zwischen Kopf und Lichtquelle wahren.


Welche Langzeitwirkungen von LED-Leuchten ausgehen können, lässt sich heute noch nicht sagen. Erst seit den 90er Jahren gibt es effiziente LED-Lampen. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) hat 2013 handelsübliche LEDs hinsichtlich ihrer photobiologischen Sicherheit genau untersucht. Klinische Langzeituntersuchungen zu den Folgen von LED-Konsum auf die menschlichen Augen stehen allerdings noch aus.


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