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AMD – Behandlung der feuchten Makuladegeneration

Ausschlaggebend für die Entwicklung einer AMD sind hauptsächlich genetische Faktoren. Rauchen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und nährstoffarme Ernährung sind zusätzliche Risikofaktoren.


Vorsorgeuntersuchungen sind deshalb besonders wichtig, weil die frühzeitige Therapie der AMD den Krankheitsverlauf deutlich verlangsamen bis stoppen kann. Entstandene Schäden an der Makula können nicht mehr rückgängig gemacht werden.


Eine Altersbedingte Makuladegeneration kann sich in zwei unterschiedlichen Formen entwickeln. Man spricht von der „trockenen“ und der „feuchten“ AMD.

Der wesentlich größere Teil der Patienten erkrankt an der trockenen AMD, die sich durch einen verhältnismäßig langsamen Verlauf auszeichnet. Regelmäßige Untersuchungen dokumentieren den Krankheitsfortschritt, eine aktive Therapie findet in der Regel nicht statt. Die Gabe von bestimmten Vitaminen kann den Krankheitsverlauf verlangsamen.


Seltener, aber deutlich aggressiver tritt die feuchte AMD auf. Über krankhaft gebildete Blutgefäße unter der Makula tritt Gewebsflüssigkeit aus, die die dort gelegenen Sinneszellen schädigt. Die feuchte AMD führt unbehandelt zur Erblindung des betroffenen Auges.


Zur Behandlung der feuchten AMD stehen effektive Therapien zur Verfügung. Bei einer lokalen medikamentösen Behandlung wird ein sogenannter VEGF-Hemmer in das Auge injiziert, der die krankhafte Gefäßneubildung stoppen soll.

Der Botenstoff VEGF (Abkürzung für engl. vascular endothelial growth factor, auf deutsch: Gefäßendothel-Wachstumsfaktor) begünstigt generell das Wachstum von Blutgefäßen. Bei der feuchten AMD dringen neue Gefäße bis zur Netzhautmitte vor. Durch Einrisse in diesen neuen, weniger stabilen Gefäßen entstehen Blutungen, welche in der Folge die Makula schädigen. VEGF-Hemmstoffe können das Gefäßwachstum stoppen und eine Vernarbung der Gefäße herbeiführen. Die Schwellungen trocknen aus. Die Medikamente werden wiederholt direkt in den Glaskörperraum gespritzt. Zunächst erfolgen drei Injektionen in jeweils monatlichem Abstand. Dann beurteilt der Augenarzt in regelmäßigen Abständen, ob die Maßnahme erfolgreich ist und die Therapie zeitweise ausgesetzt werden kann oder wiederaufgenommen werden muss.

Die Wirkung aller derzeit erhältlichen Präparate ist nicht von Dauer und muss nach einer vom Augenarzt festgelegten Zeit aufgefrischt werden.


Dank hochmoderner Diagnosemethoden wie der OCT ist die Diagnose der AMD heute gut und sicher auch in einem frühen Stadium möglich.

Wir empfehlen unseren Patienten jährliche Vorsorgeuntersuchungen spätestens ab dem 60. Lebensjahr.

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