Implantieren einer künstlichen Linse- Katarakt OP.
Die Operation
Das Implantieren einer intraokularen Gleitsichtlinse (Multifokallinse)
Durch eine sehr leichte Klammer werden das obere und untere Lid während der gesamten Operation auseinander gehalten.
Damit das Auge nicht trocken wird, tropft man in regelmäßigen Abständen Benetzungsflüssigkeit auf das Auge. Der Eingriff dauert in der Regel fünfzehn Minuten.
Die Operation wird unter einem speziellen Operationsmikroskop ausgeführt. Die Öffnung des Augapfels erfolgt durch einen kleinen Schnitt mit einer Diamantklinge. Die hauchdünne Hülle, die die Linse umgibt, wird eröffnet, um die getrübte Linse zu entfernen. Man verwendet dazu ein Spezialgerät, das die Linse durch feinste Ultraschallschwingungen zerstäubt und zugleich absaugt. Das Verfahren nennt sich Phakoemulsifikation.
In die zurückbleibende leere Linsenhülle, den sogenannten Kapselsack, wird die Kunstlinse eingepflanzt. Durch das Zerstäubungsverfahren muss der Augapfel während der Operation nur wenig geöffnet werden. Diese kleine nur zwei Millimeter große Öffnung wird durch eine ausgeklügelte Operationstechnik so angelegt, dass sie sich von selbst wasserfest verschließt. Nur in seltenen Fällen wird sie durch feinste Nähte gesichert.
Am Ende des Eingriffs wird ein fester Augenverband angelegt, der bis zur Kontrolle am nächsten Tag vor dem Auge verbleibt.
Die Kunstlinse, die in das Auge eingesetzt wird, kann aus verschiedenen Materialien, z. B. Silikon oder Acryl bestehen. Das sind Materialien, die der Körper gut toleriert.
Die Linse verbleibt zeitlebens im Auge und muss nicht gewechselt werden. Kunstlinsen kann man nicht spüren. Unverträglichkeit oder Allergien gegen die verwendeten Materialien sind extrem selten.