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Hornhauttransplantation – Prognose nach der Operation

Die Prognose

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Wenn der Augenverband zum ersten Mal entfernt wird, werden Sie Licht, Farben und Umrisse sehen können. Einzelheiten werden weiterhin verschwommen und unscharf wahrgenommen. Dies ist unvermeidlich und ein normal Vorgang. Die Spenderhornhaut muss sich innerhalb der kommenden Wochen glätten und sich Ihrem „Empfängerbett“ anpassen. Bleibt die neue Hornhaut klar, so wird sich die Sehschärfe allmählich verbessern, während die Hornhaut heilt. In dieser Phase sind einige postoperative augenärztliche Kontrolluntersuchungen notwendig, um den Heilungsverlauf zu beobachten und eventuelle Komplikationen rechtzeitig erkennen zu können. In vielen Fällen ist die postoperative Anwendung von Augentropfen und eventuell auch Augensalben über einige Monate notwendig. Der Erfolg der Operation hängt wesentlich davon ab, dass diese Medikamente verlässlich und regelmäßig in der vom Arzt verordneten Häufigkeit angewendet werden!

Das für die bestmögliche Sehschärfe notwendige Brillenglas wird nach der Operation oft ganz anders sein als zuvor, die Werte werden sich in aller Regel auch noch ändern.

Die feinen Nylon-Nähte, mit denen das Transplantat eingenäht wurde, verbleiben meist 1 bis 2 Jahre in der Hornhaut. Sie sollten jedoch in jedem Fall entfernt werden, den richtigen Zeitpunkt dazu bestimmt der Augenarzt.

Falls nach der Fadenentfernung noch eine höhere, unregelmäßige Hornhautverkrümmung (Astigmatismus) besteht, sind heutzutage kleine Korrektureingriffe zur Behebung der Hornhautverkrümmung und damit der Verbesserung des Sehvermögens möglich.

Die neue Hornhaut wird im Laufe der Monate und Jahre solide mit einer feinen Narbe verheilen. Diese Narbe erreicht jedoch nie ganz die Festigkeit einer nicht operierten Hornhaut. Wir empfehlen Ihnen daher, dass Sie zeitlebens versuchen, Ihr operiertes Auge vor unnötigen Verletzungsgefahren, z. B. durch das Tragen einer Schutzbrille beim Sport, zu schützen.

Zunächst wird eine engmaschige Kontrolle bei Ihrem Augenarzt dazu beitragen, dass eventuelle Komplikationen rechtzeitig erkannt und behandelt werden können. Aufgrund einer notwendigen, länger andauernden Tropftherapie mit kortisonhaltigen Augentropfen wäre beispielsweise eine vorübergehende Erhöhung des Augendruckes möglich, die ggf. zusätzlich behandelt werden muss.

Grundsätzlich ist es wie nach jeder Gewebe- oder Organtransplantation möglich, dass sowohl in der Frühphase, aber auch noch nach vielen Jahren, spezifische Abstoßungsreaktionen auftreten können. Dabei handelt es sich um eine natürliche Abwehrreaktion unseres Körpers gegen fremdes Gewebe. Unbehandelt würde eine Abstoßungsreaktion der Hornhautreaktion zu einer kompletten Hornhauteintrübung führen.

Das allgemeine Risiko einer Abstoßung ist in den ersten zwei Jahren am höchsten. Wenn sie früh genug erkannt werden, können Abstoßungsreaktionen meist allein durch kortisonhaltige Augentropfen unterbunden und das Transplantat klar und durchsichtig erhalten werden. Da eine Abstoßung zu Beginn nur geringe Symptome verursacht, ist es unerlässlich, dass Sie umgehend Ihren Augenarzt oder direkt Ihre Augenklinik aufsuchen, wenn Sie eine vermehrte Rötung, Lichtempfindlichkeit, Schmerzen, Berührungsempfindlichkeit oder verschwommenes Sehen bemerken, das länger als zwei Stunden andauert. Wir empfehlen niemals abzuwarten, „ob es sich nicht auch von selbst wieder gibt!”.

Zusätzliche Informationen

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