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LASIK-OP in Köln. Bericht einer Patientin über eine LASIK – OP

LASIK-OP aus der Sicht einer Patientin

lasik
22. April 2008:
...die Kontaktlinsen habe ich schon vor 10 Tagen verbannt, notgedrungen, um mich auf die LASIK-OP bei VENI VIDI vorzubereiten. Mit sehr gemischten Gefühlen mache ich mich auf den Weg nach Köln. Kann es wirklich sein, dass ich innerhalb von ein paar Minuten mein größtes Problem, einen Sehfehler von -6,5 Dioptrien, loswerde? Meine Brille nach 24 Jahren nicht mehr, wenn auch nur in den heimischen vier Wänden, tragen muss? Mein allabendliches Kontaktlinsenpflegeritual nach 15 Jahren aufgeben kann? Wir werden hoffentlich sehen …

Gegen 9 Uhr komme ich bei VENI VIDI an – eine halbe Stunde zu früh und mit jetzt mehr und mehr klopfendem Herzen. Ein letztes Mal werden die Augen gründlich untersucht. Durch das Tragen der Brille kann jetzt das optimale Untersuchungsergebnis für den Laser berechnet werden.

Um 9:30 Uhr geht es dann in die OPSchleuse. Ich ziehe meine Schuhe aus und bekomme einen Kittel, eine OP-Haube und Plastiküberzieher für die Füße. So langsam bekomme ich dann doch Angst vor meiner eigenen Courage. Was ist, wenn es nicht klappt? Was ist, wenn es doch weh tut? Ein Gedanke hat sich aber verfestigt und gibt mir Mut: Einmal morgens aufwachen und die Welt klar und deutlich sehen – deshalb bin ich hier, deshalb mache ich das alles …

Dann geht es auch schon in den LASIKRaum. Mir wird jeder Schritt ganz genau vorher erklärt. Mein Kopf wird vorsichtig mit Tape an der Liege festgeklebt, da ich zur Gattung „Kleiner Kopf“ gehöre, und ich fühle mich sicherer, da ich jetzt nicht wackeln kann. Dann wird mein rechtes Auge für die OP vorbereitet: Ein OP-Tuch wird aufgelegt, das Auge wird aufgeklammert (was übrigens gar nicht weh tut – eine meiner vielen Befürchtungen) und durch Tropfanästhesie betäubt. Dann geht es auch schon los. Eine der OP-Schwestern greift meine Hand, und das tut richtig gut. Prof. Jacobi erklärt mir genau, was er macht. Er beschreibt, dass es zunächst kalt wird – das Auge wird gespült, und ich merke auch, dass es kalt wird. Der Keratomschneider wird aufgesetzt. „Sie spüren jetzt einen Druck, alles läuft bestens.“ Den Druck spüre ich und weiß, dass mein Auge jetzt angesaugt wird, damit ein hauchdünnes Scheibchen von der Hornhaut freipräpariert werden kann. Der Keratomschneider macht seine Arbeit – ich spüre absolut nichts. Dann bekomme ich die Ansage: „Es wird jetzt vielleicht dunkel werden, keine Angst.“ Das ist der Moment, in dem die Hornhaut zurückgeklappt wird, damit der Laser arbeiten kann. „Bitte schauen Sie nur auf den roten Punkt.“ Das mache ich, und schon fängt der Laser seine Arbeit an. Es riecht schon ein wenig komisch – nach im Föhn verbranntem Haar, der Laser hört sich auch ulkig an, aber nicht lange, und das Auge ist auch schon fertig gelasert. Die Hornhaut wird zurückgeklappt, und das Auge wird getropft. Mehr als 5 Minuten hat die Prozedur nicht gedauert. Schon fertig?

Jetzt kommt das linke Auge dran. Der gleiche Ablauf – immer alles mit Ansage, was mich ungemein beruhigt, da ich genau weiß, was passiert. Das linke Auge ist etwas empfindlicher als das rechte. Aber Schmerzen habe ich keine, spüre nur den Druck etwas intensiver. Einmal gleitet mein Blick aus dem Laserzentrum. Der Laser hört sofort auf zu lasern und setzt erneut an, als mein Blick wieder positioniert ist. Immer schön auf das rote Licht schauen. Es ist vollbracht. Ich stehe von der Liege auf, die Welt erscheint etwas nebelig, aber schon scharf. Der Nebel hängt mit der Feuchtigkeit zusammen, die sich hinter der zurückgeklappten Hornhaut gesammelt hat. Diese verflüchtigt sich sehr rasch, je fester sich die Hornhaut ansaugt. Ich bleibe noch ca. 20 Minuten im OP-Bereich auf einem sehr bequemen Stuhl sitzen und bekomme Tropfen in die Augen, werde noch einmal von Herrn Prof. Dr. Jacobi untersucht, bekomme Augenklappen für die Nacht und darf nach Hause. Neue Augen innerhalb eines Vormittags – unglaublich.

Stündlich tropfe ich meine Augen: entzündungshemmende Tropfen und Befeuchtungstropfen immer im Wechsel. Mit Hörbüchern auf der Couch verbringe ich den restlichen Tag. Ich habe das Bedürfnis, meine Augen geschlossen zu halten. Die Augenklappen muss ich die ersten zwei Nächte tragen, damit ich mir nicht versehentlich die Augen reibe und so die Hornhaut verschiebe. Mein Vater klebt sie fest, und der Kommentar meines Sohnes: „Phantom der Oper, das noch keiner sah …“

23. April 2008:
Am nächsten Morgen wache ich auf und sehe die Welt scharf … habe ich meine Kontaktlinsen vergessen auszuziehen – ach, ich bin ja gelasert. Bei der Nachuntersuchung ist Frau Dr. Zipf-Pohl sehr zufrieden und rät mir, mich weiterhin zu schonen und alles ruhig anzugehen. Das habe ich vor, deshalb habe ich mich und unsere Kinder vorsorglich bei Oma und Opa einquartiert, damit das auch klappt.

24. April 2008:

Am zweiten Abend stehe ich vorm Spiegel und will meine Kontaktlinsen herausnehmen – ach ja, ist ja nicht mehr nötig. Ich habe das Gefühl, als hätte ich neue Kontaktlinsen an, ich sehe jetzt alles schon unglaublich scharf.
nike_kuersten

26. April 2008:

Ein weiteres Mal werden die Augen untersucht und der Verlauf der Wundheilung überprüft. Ich habe immer noch eine Art Fremdkörpergefühl im Auge, das ist der Heilungsprozess und ganz normal – erinnert ein bisschen an zu lange getragene Kontaktlinsen. Jeden Tag wird die Sicht besser und das Fremdkörpergefühl weniger. Die OP ist jetzt ca. 4 Wochen her, und ich kann nur sagen, dass ich diese OP sofort wieder machen lassen würde. Ich bin einfach nur begeistert. Bei der letzten Untersuchung vor einer Woche, war meine Sicht schon bei 100%. Die Sicht schwankt zwar noch, aber ich sehe so gut wie vorher. Ich ertappe mich immer wieder, dass ich nachts oder morgens nach meiner Brille taste und staunend feststelle, dass ich alles sehen kann. Aber nach 24 langen Jahren muss diese Automatik erst wieder verlernt werden. Meine Kontaktlinsen habe ich gleich nach der OP weggeworfen, den restlichen Reiniger entsorgt und die Brille in der Apothekensammelbox abgegeben. Ein tolles Gefühl, wenn man wie ich fast sein ganzes Leben lang auf Sehhilfen angewiesen war. Ein ganz herzliches Dankeschön an dieser Stelle an die Ärzte und das Team von VENI VIDI. Ich hoffe, dass ich einigen Patienten, die mit dem Gedanken spielen sich die Augen lasern zu lassen, mit meinem Bericht Mut machen kann. Der Eingriff ist nicht schmerzhaft, man sieht wirklich sofort, und das einzig Störende waren die 10 Tage Brillenzeit vor der OP.

Sollten Sie Fragen haben, freue ich mich über Ihre E-Mail: This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it

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